Ich wünsche der Polizei in diesem Fall viel Erfolg bei der Tätersuche.
Es geht um:
Beide Kältebusse könnten nun keine obdachlosen Menschen von der Straße in Notunterkünfte bringen, Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi.
Ich würde gerne wissen, was solche Täter motiviert. Es ist ja nicht Affekt sondern kalkuliertes Handeln.
Hass geschürt durch Populismus. “Wir gegen die”, also klassisches nach unten treten.
Obdachlose sind aber keine Bedrohung.
Sind trans*Personen und Ausländer:innen auch nicht. Ist denen, die dieser Gewalt-Ideologie verfallen sind halt völlig egal.
Schön gesagt!
Trans*Personen und Ausländer:innen hinterfragen die männlich-weisse Hierarchie und die damit gesicherten Resourcen und Selbstverständlichkeiten. Ein Obdachloser stellt keine Ansprüche richtung Gleichbehandlung.
Seine reine Existenz macht aber schon auf Umstände aufmerksam, die gefälligst ausgeblendet werden sollen.
Also doch wieder analog: Transpersonen wollen auch keine andere Behandlung. Aber die existieren und das ist für Menschen, die ihre Existenz nicht wahrhaben wollen, ausreichend, sich angegriffen zu fühlen und sich gegen eine ledigleich selbst eingebildete Bedrohung zu wehren.
Keine andere Behandlung - genau das macht den Unterschied. Der Obdachlose will maximal ein Almosen. Ganze Kriege wurden dagegen geführt über die Existenz von etwas, das andere nicht wahrhaben wollten.
Umstände ausblenden ist leichter.
Dein Denkfehler ist, dass du annimmst Nazis hätten ein kohärentes ideologisches Weltbild in dem sie exakt rechtfertigen wer jetzt zum Opfer von Gewalt zu werden hat und wer nicht und das dann mit überlegter Strategie umsetzen.
Es geht darum seine irrationale Wut an Sündenböcken auszulassen. Jeder der sozial/gesellschaftlich/körperlich schwach ist kommt da recht.
Sozialer Abstieg und Obdachlosigkeit ist für viele Menschen eine reale Bedrohung. Vor der Angst vor dieser Bedrohung kann ich mich schützen, indem ich mir einrede, dass “die da unten” qualitativ andere Menschen sind als ich. Mir kann kein sozialer Abstieg widerfahren, weil ich besser/fleißiger/stärker/irgendwie intrinsisch anders bin als “die da”. Und weil die Begegnung mit Obdachlosen die eigene Angst vor sozialen Abstieg aktiviert bzw. symbolisiert, mache ich mit ihnen, was ich immer mache, wenn mir etwas Angst einflößt: ich bekämpfe sie. Klingt dumm, ist aber der Mechanismus hinter dem Erfolg des populistischen Bürgergeldempfängerprügelns.
Ganz offensichtlich sehen das die Täter anders. Du merkst ja selbst, dass die Motivation für einen vernünftigen Menschen komplett unverständlich ist, Idioten haben nun Mal unendliche Fantasie.
Es könnte sein, dass Obdachlose in den Köpfen der Täter so weit entmenschlicht worden sind, dass so eine Tat auch einfach eine Art krankes Entertainment gewesen sein könnte
Wenn die Obdachlosen vom Staat und/ oder der Gesellschaft schlecht behandelt werden, erzeugt es Druck auf Menschen, die zwar noch nicht obdachlos, aber vielleicht an der Schwelle sind. Mit der implizierten Drohung, dass einem das auch widerfahren kann, wenn man die Arbeit nicht annimmt, seinen Job riskiert etc. Wie bei der Mafia: ein schönes (nicht so schlimmes) Leben haben sie da, wäre ja schade, wenn es ihnen jemand (noch mehr) zur Hölle machen würde…
Etwas ähnliches hatten wir ja neulich schon einmal. Die Gründe können durchaus vielfältig und die Tat nicht geplant sein. Unter dem Einfluss von Alkohol, Cannabis, anderen Rauschmitteln, Gruppendynamik etc. Manchmal gibt es leider keine befriedigende Antwort darauf, auch nach einem Prozess nicht. Und inzwischen kann es auch von einem verfeindeten Staat initiiert sein, vielleicht unwahrscheinlich, aber leider wohl heutzutage nicht mehr ausgeschlossen. Sich vorzustellen, dass sich jemand gedacht haben könnte, „den Obdachlosen zeige ich es mal, die können im Winter (er)frieren“ (oder Ähnliches), ist wirklich schrecklich und leider auch nicht ausgeschlossen.
Ich weiß nicht ob es hier auf feddit war oder woanders aber ich habe letztens einen Text gelesen der beschrieb, dass mit dem Erstarken von rechtem Gedankengut auch der Sozialdarwinismus wieder salonfähig wird. Der Text argumentierte, dass nach dem Dritten Reich formell zwar vom Sozialdarwinismus Abstand genommen wurde, er aber durch die Zeit durch so Gesetze wie Hartz 4 spirituell am Leben gehalten wurde. Und jetzt kommt er mit voller Wucht zurück.
Fand das einen interessanten Gedanken, der für mich so manche Sache einordnen konnte. Ich bin allerdings kein Soziologe daher mein Geschreibsel bitte mit viel Vorsicht und Misstrauen begegnen.
Es gibt Kriminelle, dann gibts Schwerstkriminelle und dann gobt es Soziopathen die es sich zur Aufgabe gemacht haben das Minderwertigste zu sein das die Menschheit hervorbingt.
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Ich hab direkt erstmal etwas Geld geschickt.
Klassistische Gewalt








